Production
1. Pre-Production
Bei der Pre-Production, bzw. bei der Production selbst geht es mehr um den kreativen Aspekt der Musikaufnahme, statt um die technische.
Grundsätzlich soll der Song optimiert werden: Wir probieren kreative Ideen aus, um den Song besser zu machen, damit die Grundlage für die finale Aufnahme da ist. Diese Grundlage ist die Playback-File, damit ihr Musiker*innen, die im Normalfall nacheinander statt gemeinsam einspielt, eine Referenz habt. Der*die erste Einspielende braucht ja einen Guidetrack auf dem Ohr, damit die Aufnahme nicht schief und off ist vom timing her.
Schickt mir einfach eure Demo/eure Spuren und ich lege euch die Basis für die Aufnahme an: Dazu gehört das Quantisieren der drums, ein tighter Edit und falls nötig das Schaffen von Platzhaltern.
Bei jeder Demo stelle ich mir zwei Fragen:
- Was fehlt dem Song?
- Was stört mich am Song?
Wo sind die Baustellen, wo schalte ich als Zuhörende*r ab und wo sind die geilen Stellen, die noch weiter ausgearbeitet werden wollen?
Das Ziel ist es, die Zuhörenden an die Hand zu nehmen und durch den Song zu führen. Sie sollen nicht gelangweilt werden, was Cooles hören, aber auch nichts, was zu vorhersehbar ist.
Am Beispiel der Liedstruktur schaue ich mir an, ob der Refrain bspw. zu weit hinten ist und dadurch das Potenzial nicht ausgeschöpft wird. Allerdings werdet ihr Vers-Refrain-Vers-Refrain-Vers-Refrain-Lieder nicht bei mir finden.
Wenn ich Punkte sehe, die weiter ausgearbeitet werden können, baue ich euch einen zusätzlichen Edit mit Harmonien als Platzhaltern, die einfach nachgesungen werden könnten. Dafür kopiere ich eure Leadvocal-Spur, packe Melodyne drüber und baue Zweitstimmen per pitch correction wie mit einem Keyboard.
2. Post-Production
Im Endeffekt sind die Prozesse gleich, nur, dass die Vorgänge starten, nachdem die finalen Aufnahmen auf meinem Tisch liegen.
Wenn ich eure Tracks zum Mischen geschickt bekomme, die ihr selbst aufgenommen habt oder habt aufnehmen lassen, stelle ich mir wieder die beiden Fragen:
- Was fehlt dem Song?
- Was stört mich am Song?
Vielleicht sollte ein Vers verkürzt werden, vielleicht passe ich einen Fill an. Gerade im Metalcore Bereich spiele ich gern mit Bass Drops und Swoosh/Riser Effekten. Es können Synths drüberprogrammiert werden und ich werde mit Sicherheit meinen Signature Schellenkranz einspielen.
Egal, wie viel am Ende überarbeitet, verworfen und neu probiert wurde: Ihr entscheidet am Schluss, wie euer Song klingen soll.
3. Die Top 8 der größten Fehler bei der DIY Pre-Production
Du hast deine Pre-Production selbst durchgeführt, die Aufnahmen sind eingetütet und ihr wollt mir eure Spuren zukommen lassen. Hast du auch wirklich an alles gedacht, bevor du auf Senden drückst?
Das sind die Top 8 der größten (und vermeidbaren) Fehler bei der Pre-Production (Pssst – die meisten meiner Kund*innen lassen sich von mir bei Punkt 2 und 3 helfen):
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Der Anfang ist abgeschnitten: Lass mal lieber ein bisschen Vorlauf drin
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Das Ende ist abgeschnitten: Lasst Aufnahmen mit ausklingendem Ende im Zweifel sehr lange ausklingen
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Die Spuren sind übersteuert: Möglicher, kurzer Lösungsansatz
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Die Spuren sind asynchron: Wähle deinen Export-Cycle weise
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Die Tempo-Changes sind nicht richtig angelegt: Möglicher, kurzer Lösungsansatz
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Es gibt kein schlüssiges Konzept zum Arrangement der Saiteninstrumente (alle spielen alles): Lieber in RH, LD, Solo, Pad/Layer denken
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Der Song schwankt zwischen "Hat keinen roten Faden mit Chaos und Riff-Salat" und "Ist so abwechslungslos und vorhersehbar, dass es langweilig ist"
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Die Spuren sind nicht/schlecht beschriftet: Beschrifte. Deine. Spuren. (!)
Jetzt kannst du guten Gewissens auf „Senden“ drücken. Und selbst, wenn’s mal nicht ganz so gut geklappt hat: Wir regeln das gemeinsam.
Du hast noch weitere Fragen zum Prozess oder direkt Bock bekommen, meinen Signature Schellenkranz in deinem Song zu hören?
Dann erreichst du mich über das Kontaktformular: